Lea Luminus Fotodesign
Zwei Sänger und ein Gitarrist spielen gleichzeitig am Mikrofon, Bühnenrauch im Gegenlicht beim Live-Konzert

Journal · Bühne

Bandfotografin beim Live-Konzert: der Ablauf

Juni 2026 · Lea

Auftritt läuft, und spätestens 24 Stunden später gibt es drei bis fünf starke Bilder. Das ist mein Versprechen bei jedem Live-Gig. Wie der Rest drumherum aussieht, erzähle ich euch hier.

Band-Shootings sind für mich immer ein bisschen individueller als andere Shootings, und gerade bei Liveauftritten steckt mehr Zeitdruck drin. Die Anfrage selbst läuft aber wie immer: Wir schnacken. Was steht euch bevor, was braucht ihr, was habt ihr für Vorlieben?

Und ja, manchmal ist es auch eine Budgetfrage, gerade bei den kleineren Bands, die keine riesigen Budgets zur Verfügung haben. Es lässt sich über alles reden, das finde ich superwichtig. Auch mit kleinem Budget lässt sich viel machen. Leben und leben lassen, so halte ich das.

Vor dem Einlass bin ich schon da

Angenommen, wir shooten einen Live-Gig: Dann komme ich immer gern ein bisschen früher zur Location. Das zählt nicht in die gebuchte Zeit rein. Ich will einfach vor Einlass da sein und mir ein Bild machen, am liebsten den Soundcheck mitgucken. Da sehe ich schon, was ihr macht und worauf ich mich einstellen kann.

Pflicht ist das keine, manchmal geht es auch nicht. Aber bis jetzt war es eigentlich fast nie ein Problem. Vor dem Auftritt schnacken wir außerdem kurz: Nicht jede Band mag es, wenn jemand mit auf die Bühne kommt, und ich will niemandem in seinen Abläufen im Weg stehen.

Ich fotografiere eure Veranstaltung, nicht nur die Band

Wenn es losgeht, will ich möglichst unsichtbar sein. Für euch auf der Bühne genauso wie für die Zuschauer. Und mir reichen keine geilen Porträts von den Bandmitgliedern allein: Ich will, dass man im Bild merkt, wie die Musik auf die Menschen übergeht und die Gefühle überspringen. Am liebsten habe ich die Leute, die das mitfeiern, mit im Bild.

Ich fotografiere nicht ausschließlich Bandmitglieder. Ich fotografiere eure Veranstaltung, mit allen Emotionen, die dazugehören. Denn Musik lebt durch Emotion. Du kannst ein noch so perfekter Musiker sein: Wenn das nicht gefühlt wird, ist es nicht so stark wie bei dem, der vielleicht nicht ganz so perfekt spielt und dafür Emotionen rüberbringt.

Sänger von hinten reckt beide Hände zur Menge, das Publikum antwortet, Innenbühne, schwarzweiß

Ein Tipp: gebt mir eure Setlist

Im besten Fall kenne ich eure Abläufe. Sagt mir vorher: Pass auf, da und da kommt ein cooler Moment. Wenn eine Band für mich völlig neu ist, ist es manchmal schwierig zu ahnen, wo gleich viel Energie kommt. Mit Setlist und ein paar kleinen Hinweisen geht das deutlich besser. Ohne geht es auch, dann greife ich die Stimmung eben so ab.

Nach dem letzten Song bin ich schnell weg

After-Show ist nicht meins. Ich habe bei anderen Veranstaltungen oft mitgekriegt, dass Fotografen danach noch lange bleiben. Ich bin nicht der Typ dafür. Ich trinke mein Wasser oder meine Cola und werde dann unruhig: Ich will nach Hause, meine Daten sichern und direkt anfangen.

Noch am selben Abend mache ich den ersten Schwung fertig und gucke durch, welche Bilder stark sind und was ich sofort liefern kann, damit ihr schnell etwas für Social Media habt. Spätestens 24 Stunden nach dem Auftritt habt ihr drei bis fünf starke Bilder. Für den Rest brauche ich etwas länger, und der kommt genauso per PicDrop: euer eigener Ordner, euer eigenes Passwort, alles zum Anschauen und Runterladen.

Immer zwei Dateigrößen

Egal ob Liveauftritt oder Band-Shooting für Cover und Promo: Ihr bekommt von mir immer zwei Dateigrößen. Einmal groß, mit vernünftiger Auflösung und langer Kante für den Druck. Und einmal eine kleinere Version, die ihr direkt für Web und Social Media nutzen könnt.


Was ein Bühnen-Shoot kostet und wie meine Live-Bilder aussehen, steht offen auf der Seite: → Mehr zu Bühne. Band, Venue, Termin? Ein Satz reicht. → Direkt schreiben